Ein Wochenende in Stockholm

Schon ein Wochenende reicht aus, um das Flair der Hauptstadt Schwedens aufzusaugen. Hej Stockholm!

Bevor es in Stockholm über den Winter richtig dunkel wird, haben wir uns vor ein paar Wochen spontan dazu entschlossen in die nördliche Metropole zu reisen. Warum gerade Stockholm? Skandinavien war eigentlich schon immer auf meiner Bucket-List zu finden, aber den Ausschlag hat dieses Mal der Flugpreis gemacht. Stockholm war zu dem Zeitpunkt einfach die günstigste Destination.

48 Stunden ready, set, go!

Mit knapp unter einer Million Einwohnern ist Stockholm eigentlich eine der kleineren Hauptstädte in Europa. Doch die Stadt hat trotzdem sehr viel zu bieten: Große Parks, tolle Uferpromenaden, malerisch gelegene Häuser und eine wahnsinnig schöne Umgebung. Stockholm liegt zwischen Mälarsee, Schären und der Ostsee, es gibt also jede Menge Wasser. Gerade das macht Stockholm für uns noch viel sympathischer, den Städte am Wasser lieben wir besonders!

Mit den kurzen Städtetrips über ein Wochenende ist es ja nicht immer so einfach; die Zeit von Freitag bis Sonntag ist begrenzt, die Erwartungen trotzdem hoch. Da müssen die besten Sightseeing-Highlights Platz finden und daher schon im Vorfeld recherchiert werden. Bei Stockholm ging es uns nicht anders. Bei der Recherche war schnell klar, dass wir es hier mit einer einfach-zu-bereisenden Stadt zu tun hatten und wir konnten so von unserem Wochenende das Maximum rausholen.

Eine Stadt die aus vielen kleineren und größeren Inseln besteht.

Stockholm ist trotz der vielen Inseln eigentlich gut zu erreichen, denn die meisten sind über Brücken mit dem Festland verbunden.

Nahe dem Hauptbahnhof ist die Gamla Stan, südlich die erste Insel vom Festland, auf der die Altstadt zu finden ist. Von hier aus breitete sich die Stadt historisch aus. Die kleinen Gassen dort erinnern eher an italienische Metropolen, in denen es während der Hochsaison schon mal eng werden kann. Neben dem königlichen Schloss und der Deutschen Kirche gibt es in der Altstadt keine großartig weltberühmten Plätze – so wie eigentlich ganz Stockholm überzeugt auch die Altstadt durch ihr gemütliches Flair.

Noch weiter südlich landet man dann in Södermalm, wo viele kleine Designer-Shops, Cafés und Hipsters zu Hause sind. Hier hat es uns sogar noch besser gefallen als in der Altstadt. Wer sich vom Hauptbahnhof in die östliche Richtung bewegt, landet am Sergels Torg. Der Platz mit der großen Skulptur in der Mitte dient als zentraler Orientierungspunkt, an den Touristen immer wieder zurückkehren. Noch weiter in Richtung Osten kommt man entweder nach Skeppsholmen, um das Museum of Modern Art zu besichtigen, oder auf Djurgården, wo neben dem Vergnügungspark Gröna lung auch das Vasa Museum, beheimatet ist. Dass rund um die Vasa so ein Tamtam gemacht wird, können wir nicht wirklich nachvollziehen. Schließlich ist sie im Jahr 1628 als eines der am stärksten bewaffneten Kriegsschiffe bei der Jungfernfahrt noch im Hafen untergegangen. Wir können uns aber gut vorstellen, dass Geschichtsbegeisterte stundenlang Zeit damit verbringen können, das, nach dessen Auffindung in den 1950er Jahren, mühevoll restaurierte Schiff zu begutachten.

Vasa Museum © Shutterstock.com

Wer eher Outdoor unterwegs und auf der Suche nach einem guten Ausblick ist, sollte die Djurgården Fähre nehmen und nach Gamla Stan schippern. Vom Wasser aus gesehen, entfaltet Stockholm seine ganze Schönheit. Um die Stadt noch von etwas weiter oben genießen zu können, bietet sich ein Spaziergang zum Skinnarviksberget an. Von dort entstehen viele Stockholm-Postkartenbilder.

Unser Fazit

Stockholm hat zwar keine weltberühmten Wahrzeichen wie den Stephansdom, Eiffelturm oder Big Ben, dafür aber großartige Architektur, viel Natur und eben die Lage direkt am Meer. Erkundet Stockholm so intensiv wie möglich auf zwei Beinen und genießt das wunderbare, unkomplizierte Flair der Stadt!

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